September 2017

Fuchsräude in Graz

Fuchsräudetafel

Füchse finden heute in der Stadt und in Stadtnähe dank der menschlichen Wegwerfgesellschaft eine gute Nahrungsgrundlage. Viel Nahrung bedeutet meist auch viel Nachwuchs. Und wenn es dann eng wird in der Fuchswohnung, treten Krankheiten auf.

Das geschieht derzeit im Bereich von Graz, wo die Fuchsräude grassiert. In gewissen Stadtteilen waren heuer alle bisher erlegten oder gefundenen Füchse krank. Eine Milbe, die Sarkoptesmilbe, gegen die man Wildtiere nicht behandeln kann, ist für diese Krankheit, die bei den Hundeartigen unbehandelt meist tödlich verläuft, verantwortlich. Füchse verlieren die Haare und die kahlen Stellen sind mit einer Kruste bedeckt – ein Bild des Jammers.

Auch unsere Hunde können sich beim freien Laufen und Tollen in der Natur mit der Fuchsräude anstecken. Entweder durch Körperkontakt mit einem befallenen lebenden oder toten Tier oder indirekt durch Räudemilben im Gras, an Bäumen oder in Eingängen von Fuchsbauen. Die Jägerschaft hat daher in den Revieren Warntafeln angebracht und ersucht eindringlich, Hunde auch aufgrund der Ansteckungsgefahr stets angeleint zu lassen.