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Jagdhunde

Interview mit Mf. Karl Haidic

Die Ausbildung eines fermen Jagdhundes ist sehr aufwendig – warum lohnt es sich trotzdem, sich dieser Herausforderung zu stellen?

Die Verantwortung für eine weidgerechte Jagdausübung liegt bei jedem einzelnen Jäger und bei jeder einzelnen Jägerin. Der jagdliche Helfer an der Seite des Jägers und der Jägerin erfüllt wesentliche Aufgaben der Jagd. Sei es vor oder nach dem Schuss. Die Jagd mit einem fermen Jagdgebrauchshund ermöglicht mehrere Aspekte der Jagd und belohnt den Jagdhundeführer oder die Jagdhundeführerin mit besonderen Jagderlebnissen.

 

Welche Themen haben sich in der Arbeitsgruppe „Jagdhundewesen“ als wesentlich für die nahe Zukunft herauskristallisiert?

Wir wollen die Jagdgebrauchshundestationen erhalten und weiter ausbauen, der Solidaritätsbeitrag für entstandene Verletzungen oder tödlichen Ausgang bei Nachsuchen soll bestehen bleiben. Die Weiterbildung für die Ausbildungsstättenleiter und Helfer sowie die Weiterführung der Schweißsonderprüfung der Steir. Landesjägerschaft in Zusammenarbeit mit den Allgemeinen Prüfungsvereinen in der Steiermark ist uns ebenfalls ein Anliegen.

Stehen in der Steiermark aktuell genügend ausgebildete Jagdhunde für den Fall einer Nachsuche zur Verfügung?

In allen 15 Jagdbezirken der Steiermark gibt es eine Jagdgebrauchshundestation. Zurzeit stehen 814 geprüfte Jagdgebrauchshunde freiwillig und kostenlos für jegliche anfallende Nachsuchen zur Verfügung.

 

Wie sollte jemand bei der Auswahl eines Welpen vorgehen, wenn ein Jagdhund ins Haus kommen soll?

Jeder zukünftige Jagdhundebesitzer sollte sich einige wesentliche Fragen stellen:

  • Habe ich ausreichend Zeit, um die Ansprüche eines Jagdhundes zu erfüllen?
  • Welche Reviergegebenheiten, sowie Haltungsmöglichkeiten sind gegeben?
  • Kann ich die Kosten eines Hundes tragen?
  • Welche Jagdhunderasse?
  • Welche Zuchtstätte?
  • Ich empfehle auf jeden Fall eine Kontaktaufnahme mit den Jagdhundereferenten vor Ort.

Auf welchen Grundpfeilern steht die Jagdhundeausbildung?

Die Grundpfeiler für eine gute Jagdhundeausbildung sind der Gehorsam des Jagdhundes in allen Lebens- und Arbeitsbereichen und die Bindung zum Jagdhundeführer oder Jagdhundeführerin als Basis für gemeinsames Handeln. Dem Jagdhundeführer und der Jagdhundeführerin stehen die anerkannten Ausbildungsstätten der Steirischen Landesjägerschaft zur Seite.

Dort wird die Jagdhundeausbildung tierschutzkonform, praxisnah und gesellschaftsverträglich gestaltet. Den Ausbildungsstätten stehen erfahrene vom Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband bestätigte Leistungsrichter vor.

Wussten Sie, dass...?

…4.085 Jagdhunde die Jägerinnen und Jäger in den steirischen Jagdrevieren auf die Jagd begleiten? 814 Nachsuchengespanne stehen steiermarkweit rund um die Uhr für Nachsuchen zur Verfügung, häufig auch für im Straßenverkehr verletzte Wildtiere.

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Die Steirischen Jägerinnen und Jäger leben mit der Natur – gerne beantworten wir Ihre Fragen!

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