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Birkwild

Rund um Peter Rossegers Waldheimat gab es einst so gute Birkhuhnbestände, dass hier Reviere von Jägern nur wegen der Birkhuhnjagd gepachtet wurden. Ein Grund war der Brandfeldbau in den Fischbacher Alpen, er hat optimale Bedingungen für diese Vogelart geschaffen. Heute drohen die Birkwildvorkommen am Alpenostrand mehr und mehr in kleine Restvorkommen auseinanderzubrechen und zu verinseln. Der Ausbau von Schigebieten, Windkraftanlagen sowie zunehmender Skitourenbetrieb engen die Lebensräume dieser Wildart heute immer mehr ein.

Das Birkhuhn

Birkhühner bevorzugen die Übergangszone zwischen Wald und offenen Flächen. In den Tieflagen gibt es in Österreich keine Vorkommen mehr. Heute kommt dieses Raufußhuhn daher in der Steiermark nur noch im Waldgrenzbereich der Gebirge vor. Hier spielt die Almwirtschaft eine wichtige Rolle, wenn es um die Zukunft der Birkhuhnbestände geht. Ebenso wie beim Auerwild, fördert und betreibt die Steirische Landesjägerschaft auch Projekte zur Erhaltung von Birkhuhnlebensräumen im Land.

Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Unterfamilie: Raufußhühner (Tetraonidae)
Art: Birkhun (Tetrao tetrix)
Lebendgewicht: 1 – 1,5 kg (Hahn), 0,75 – 1 kg (Henne)
Paarungszeit: Mai
Brutdauer: 25 – 27 Tage
Gelege: 6 – 10 Eier
Alter: 6 – 7 Jahre

Kritische Zeiten im Jahr

Jänner/Februar: Birkhühner ruhen gerne in Schneehöhlen um Energie zu sparen, Schitourengeher können sie dabei stören. Die Zeit am frühen Vormittag und am späten Nachmittag ist wichtig für die Nahrungsaufnahme – auch hier wirken sich Störungen negativ aus.
Mai/Juni: Paarung, Brüten, Jungenaufzucht – wie andere Wildarten auch, sind Birkhühner während dieser Zeit besonders empfindlich.

Lebensraum

Birkhühner sind keine Waldhühner mehr, sie sind aber auch keine Feldhühner. Das Birkhuhn lebt genau im Übergangsbereich. Einzelne Bäume oder Baumgruppen, ein paar Latschen oder Grünerlen, viel Zwergsträucher wie Almrausch, Preiselbeeren oder Heidelbeeren und dazwischen offene Wiesen und Weideflächen.

Dieses Mosaik auf kleinem Raum macht den Birkhuhnlebensraum aus. Überall dort, wo heute streng zwischen Wald und Weide getrennt wird, und wo daher diese Übergangszone fehlt, verschwindet das Birkhuhn. Genauso ist das dort der Fall, wo Flächen völlig zuwachsen. Almschwenden ist daher wichtig. Der Punkt dabei ist: Auf den richtigen Mix kommt es an!

Nahrung

Die Küken der Birkhühner brauchen tierisches Eiweiß, sie suchen nach Käfern, Larven, Ameisen, Heuschrecken, Spinnen, Würmern oder Schnecken. Die erwachsenen Hühner bevorzugen Gräser, Samen, Knospen von Almrausch, Birken, Erlen, Weiden, Ebereschen oder Lärchen, Kiefern und Fichten, daneben Beeren, Kätzchen oder auch Nadeln und Blätter.

Merkmale und Besonderheiten

Besonders charakteristisch für das Birkhuhn ist die Gruppenbalz im Frühjahr. Ende April, Anfang Mai versammeln sich die Hahnen auf Hangverebnungen, wo der Schnee lange liegen bleibt, oder wo die Vegetation möglichst niedrig ist. Auf diesen Plätzen steckt jeder Hahn ein kleines Territorium ab und verteidigt dies vehement gegen Konkurrenten.

Früh am Morgen kullern und zischen die Kleinen Hahnen dann jeder auf seinem Platz um so die Gunst der Hennen zu gewinnen. Für die hat dieses „Angebot“ an Männern den Vorteil, dass sie gut vergleichen und den besten wählen können. Schließlich bekommen sie von denen nur ihr Erbgut – die Hahnen kümmern sich nicht um den Nachwuchs. In der Regel kommen auch hier, so wie beim Auerwild, nur wenige Hahnen zum Zug.

Jagd

Die Jagd auf den Birkhahn hat im Alpenraum lange Tradition. Gejagt wird gegen Ende der Balzzeit von einem Versteck aus, das in der Nähe des Balzplatzes errichtet wird. Bejagt werden nur Hahnen. Auch die Birkhuhnbestände werden von den Jägern erhoben um damit die Grundlage für eine nachhaltige Jagd zu schaffen.

 

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